1) Frühjahrsastern: Zu dieser Gruppe von im Mai bis Juni blühenden Astern gehört die Alpenaster
Aster alpinus mit ihren Farbsorten in blau, weiß und rosa sowie die höhere Frühlingsaster
Aster tongolensis in hellem violettblau. Mein persönlicher Favorit in dieser Gruppe ist
aber Aster x alpellus 'Triumph' , eine niedrige und sehr langblühende Polster-Aster mit großen violettblauen Blüten, die aus einer
Kreuzung der Alpenaster mit der Bergaster hervorgegangen ist.
2) Sommerastern: Zu dieser Gruppe gehören die Bergaster Aster amellus für eher
trockene Böden mit ihren Farbsorten in rosalila und violetten Tönen und die schönen Spätsommerastern mit Wildstaudencharakter wie
Aster
laevis , Aster frikartii und Aster pyrenaeus 'Lutetia'. Alle diese Astern finde ich speziell in unserem kontinental geprägten
mittelfränkischen Klima mit geringen Niederschlägen unentbehrlich für eine ansprechende sommerblühende Pflanzung. Alle genannten Arten
bis auf Aster laevis kommen mit wenig Wasser aus und werden trotzdem praktisch nie von Mehltau befallen. Meine persönlichen Favoriten
sind immer noch die dunkelviolette Aster amellus 'Veilchenkönigin' und die hellere Aster
frikartii 'Wunder von Stäfa'.
3) Herbstblühende Astern: Hier denken wir zuerst natürlich an die bekannten herbstblühenden Kissenastern Aster dumosus in allen Farben
von weiß, rosa, blau bis rot. Dazu die hohen Glattblatt-Astern Aster-novii-belgii in den gleichen Farbtönen, das 'Septemberkraut'
Aster ericoides in weiß, hellblau und rosa und die Rauhblatt-Astern Aster novae-angliae mit z. T. sehr leuchtenden weißen, rosa,
violetten, rubinroten und rosaroten Farbtönen (mit der größten Fernwirkung immer noch die lachsrosarote 'Andenken an Alma
Pötschke')
Grundsätzlich ist zu sagen, daß die Kissenastern und die Glattblatt-Astern bei uns v. a. bei Trockenheit relativ anfällig für
Mehltaupilze sind. Rauhblattastern sind hier viel unempfindlicher, allerdings neigen sie dazu, von unten her zu verkahlen und bei
trübem Wetter ihre Blüten nicht richtig zu öffnen ('Schlafstellung'). Sehr schön finde ich die einzige niedrige Form der
Rauhblatt-Astern, die purpurviolette Sorte 'Purple Dome' . Diese Sorte verkahlt kaum von unten, ist sehr standfest und völlig
unempfindlich gegen Krankheiten. Meine persönlichen Favoriten unter den Herbstastern sind aber die Wildzwergaster
Aster sedifolius
'Nanus' mit Ihren Kugelbüschen und die gelbe Goldhaaraster Aster linosyris, die auf den ersten Blick fast nicht als Aster zu erkennen
ist (Siehe Bild!). Die besten Begleitstauden für Sommer- und Herbst-Astern sind meiner Meinung nach übrigens Gräser wie das Präriegras
Sporobulus heterolepis bei niedrigen Astern und alle hohen Herbstgräser wie Panicum, Pennisetum und
Sorghastrum bei den höheren Astern.
Daneben gibt es noch viele weitere sehr interessante Herbst-Astern wie die halbschattenverträglichen weißen Wildastern
Aster divaricatus
und Aster macrophyllus sowie als Besonderheit die bodendeckende üppig weiß blühende Aster 'Snowflurry' , die bei einer Höhe von nur 10 cm
eine Fläche von über einem Quadratmeter bedecken kann und sich sehr gut für Böschungen und Mauerkronen eignet.
Nächstes Jahr werden wir wieder einige Neueinführungen haben - die altbekannten Astern sind immer noch für viele Überraschungen gut! |